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Atelier Kessler
Eine in Blender gebaute Handaufzugsuhr mit echtem Werk: beim Scrollen schraubt sich der Boden ab, die Uhr zerlegt sich, die Kamera fährt bis an die Unruh.
Musterprojekt. Betrieb, Anschrift und Inhalte sind frei erfunden, die Umsetzung ist es nicht. Die Fotos stammen von Unsplash, das 3D-Modell ist eigene Arbeit in Blender.
Überblick
Fünf Seiten für eine erfundene Meisterwerkstatt in Peine. Die Startseite erzählt eine Revision in fünf Kapiteln — Öffnen, Reinigen, Prüfen, Ölen, Regulieren. Die Uhr dazu, die Kessler K-1, ist ein vollständiges 3D-Modell mit Gehäuse, Lederband und einem Glashütter Handaufzugswerk.
Die Aufgabe
Uhrmacherei ist unsichtbare Arbeit: der Kunde gibt eine Uhr ab und bekommt sie Wochen später zurück. Was dazwischen passiert und warum eine Revision ihren Preis hat, sieht niemand. Eine stilisierte Uhr ohne Werk erzählt davon nichts.
Der Ansatz
Die Arbeit selbst zeigen, an einer Uhr, die echt wirkt. Der Boden wird abgeschraubt, das Werk zerlegt, die Räder liegen nebeneinander auf der Ablage, ein Öler setzt einen Tropfen auf den Lagerstein, und auf der Zeitwaage glättet sich die Gangkurve, während reguliert wird.
Das System
Das Modell entsteht per Python-Skript in Blender: 26 Teile mit rund 195.000 Dreiecken, darunter Dreiviertelplatine, Goldchatons mit gebläuten Schrauben, Ankerrad mit 15 Kolbenzähnen und eine Schraubenunruh mit 18 Regulierschrauben. Glashütter Streifenschliff, Perlage, Sonnenschliff, die Gravur des Unruhklobens und der Zifferblattdruck werden beim Laden im Browser als Texturen erzeugt.
Three.js rendert mit Anisotropie, Dünnschicht-Interferenz auf gebläutem Stahl, Schatten, Tiefenschärfe und einem eigenen Lichtzelt. Das Werk läuft mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, die Spirale atmet mit, die Zeiger zeigen die Ortszeit von Peine. Ein Leistungswächter senkt auf schwachen Geräten Auflösung und Effekte.
Ergebnis
Statischer Erstaufruf rund 100 KB komprimiert, 3D-Modell und Three.js laden danach. Läuft auf Desktop und Telefon, ohne WebGL steht ein gerendertes Standbild. Keine externe Ressource, keine Konsolenfehler, kein Überlauf bei 390 px.